Erwachsene

Verhaltenstherapie mit Erwachsenen

Mit Verhaltenstherapie wird ein Vorhaben bezeichnet, das eine relativ klare Veränderung im Verhalten, in den Emotionen und den Einstellungen eines Klienten beabsichtig, weil diese Bereiche für ihn oder seine Umgebung gegenwärtig zum Problem geworden sind. Therapie ist zielgerichtet, problemorientiert, nicht immer kurz, aber doch zeitlich begrenzt.

Im Wesentlichen verstehe ich mich als lösungsorientierte Kommunikationsexpertin. Neben der klassischen Verhaltenstherapie ist diese lösungsorientierte Arbeit geprägt von KANFER als einem Pionier der kognitiven Verhaltenstherapie sowie LINNEHAN als Begründer des Achtsamkeitstrainings. Beide Therapieverfahren bilden die Grundlage meines therapeutischen Handelns.
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Diese Verfahren lindern menschliches Leiden bei verschiedenen Erkrankungen, die u.a. im Rahmen des Diagnoseschlüssels (ICD 10) diagnostiziert werden können und eine differenzierte Diagnostik ermöglichen, wie z.B. bei Depressionen, Ängsten und Phobien, Zwängen, Essstörungen, ADHS, Süchten, Burn-out … – um nur einige zu nennen.
Dabei soll Ihre Handlungsfähigkeit als Patient erweitert werden. Das Ziel ist hauptsächlich die Ausbildung und Förderung von Fähigkeiten, welche in Ihrer Lerngeschichte nicht oder nur ungenügend ausgebildet werden konnten.
Ziele und Vorgehensweisen werden zwischen Ihnen als Patient und mir als Therapeutin so festgelegt, dass Übereinstimmung besteht und wir beide vereinbaren, welche Ziele Sie in welcher Reihenfolge erreichen möchten.

Charakteristisch für meine verhaltenstherapeutisch geprägte Arbeit ist die stärkere Konzentration auf gegenwärtige, statt auf vergangene Probleme. Somit liegt der Schwerpunkt auf beobachtbarem Verhalten und dessen Veränderung. Die Verhaltenstherapie unterscheidet sich hier deutlich von der Psychoanalyse.
Vergangene Probleme werden jedoch nicht außer Acht gelassen, da sie Ihre Lerngeschichte mit geprägt haben können bzw. Ursachen aktueller Verhaltensprobleme sein können.
Entscheidend für diesen Prozess ist ein differenzierter lebensgeschichtlicher Wissensaustausch an Hand eines Lebensfragebogen, welcher, zunächst von Ihnen erstellt, anschließend gemeinsam mit Ihnen durchgearbeitet wird. So versuchen wir, prägend lerngeschichtliche Faktoren im Zusammenhang verstehbar zu machen. Die genaue Verhaltensanalyse in Bezug auf aufrecht erhaltende Bedingungen des Problemverhaltens oder der unerwünschten Verhaltensmuster entsteht aus diesen Zusammenhängen.
Die Verhaltensanalyse beinhaltet selbstverständlich auch die Berücksichtigung von Gefühlen, Gedanken und körperlichen Prozessen während des Problemverhaltens. Zudem umfasst sie auch Einflüsse des erweiterten Umfeldes des Patienten, wie zum Beispiel das Verhalten von Familienangehörigen, Arbeitskollegen, Freunden und Bekannten.

In dieser gemeinsamen Arbeit, welche bei mir immer zu Anfang des verhaltenstherapeutischen Prozesses steht, werden Therapieziele formuliert. Weitere Hinweise s. unter <Praxis> <Organisation>

Meine Arbeit wird heute vielfach ergänzt durch Klopftechniken der PEP = Prozess- und Embodymentfokussierte Psychologie nach Dr. Michael BOHNE.

Abschließend möchte ich noch insbesondere darauf hinweisen, dass es im psychotherapeutischen Prozess darum geht, dass SIE selber Experte für IHR eigenes Problemfeld werden. Es gibt gut begründete Erklärungs- und Funktionsmodelle in der Verhaltenstherapie. So besteht die Möglichkeit, ein eigenes Verständnis für seelische Zusammenhänge zu entwickeln.
Ich arbeite mit Patienten vieler Störungsbilder und aller Altersgruppen, schwerpunktmäßig mit Erwachsenen mit ADHS. Die Kosten für die Psychotherapie bei Erwachsenen werden sowohl von den gesetzlichen als auch den privaten Krankenkassen übernommen.
Es wird heute keine prinzipielle Altersbeschränkung für Psychotherapie mehr formuliert. Darüber hinaus sollte eine wie auch immer geartete Veränderungsbereitschaft bestehen.

Außerhalb von psychischen Erkrankungen gibt es jedoch noch weitere Beratungsanlässe, z.B. bei Abschieden – Trauer – Übergängen – Neuanfängen.
Unser Leben ist durch Veränderungen geprägt. Manche sind ganz natürliche Übergangsphasen, wie zum Beispiel der Einstieg in das Berufsleben, Eltern werden oder älter werden. Andere Umstellungen werden angestoßen durch unerwartete äußere Veränderungen. Neuanfänge können erwünscht oder unerwünscht sein. Übergänge und insbesondere Trennungen oder Verluste durch Tod sind oft schmerzhafte Zeiten und machen es notwendig, die eigenen Wünsche und Lebenslinien neu auszurichten.
Meine Aufgabe sehe ich auch darin, Sie in diesen Abschieden, im Trauerprozess, Übergängen und Neuanfängen konstruktiv zu unterstützen, Ihnen zu helfen offen zu sein für eigene Gefühle, über diese sprechen zu können um besser zu verstehen, was passiert ist und unter Umständen wovon Sie Abschied nehmen müssen. Es wird auch darum gehen, in Ruhe herauszufinden, welche nächsten Schritte zu gehen sind.

Beratung ist hier hilfreich wenn:

  • Sie überlegen, ob eine Trennung ansteht
  • Sie nach Regelungen suchen, wie Sie nach der Trennung weiterhin als Eltern verantwortungsvoll und gemeinschaftlich für Ihre Kinder da sein können
  • Sie nach einer Trennung von einem Partner oder einer Partnerin einen Ort suchen, an dem Sie offen über Ihren Schmerz , Ihre Trauer, Wut und Enttäuschung reden können
  • Sie besser verstehen wollen, wie es zur Trennung gekommen ist
  • eine schwierige berufliche Situation eingetreten ist, z.B. Sie sich im Fall von Mobbing nicht zu verhalten wissen
  • Sorgen oder Ängste den Übergang zu einer neuen Lebensphase behindern und Sie neue Perspektiven entwickeln möchten, zum Beispiel nach dem Auszug der Kinder, bei ungewollter Kündigung, bei beruflichen Neuanfängen oder beim Übergang in den Ruhestand
  • Sie den Schmerz nach dem Tod eines geliebten Menschen, aber auch nach einer Fehl– oder Totgeburt verarbeiten möchten oder Sie Beratung benötigen in der Begleitung eines Menschen, den Sie in schwerer Krankheit begleiten möchten

Sie können zur Beratung alleine, mit Ihrem Partner oder auch mit anderen Familienangehörigen kommen.

Ob die Beratung zulasten Ihrer Privatversicherung abgerechnet werden kann, muss im Einzelfall entschieden werden. Soweit sich in seelischen Belastungssituationen krankheitswertige Symptome und Störungsbilder entwickeln, kann eine Kostenübernahme beantragt werden.