Organisation

Praxisorganisation und Rahmenbedingungen

Eine erste Anfrage nach Psychotherapie ist bei mir per Mail erwünscht und nur ausnahmsweise telefonisch, da ich ab 2017 nun noch an drei halben Tagen praktiziere und daher telefonisch schlecht erreichbar bin. Soweit therapeutische Kapazitäten vorhanden sind, kann ein Erstgespräch vereinbart werden.

Die Wartezeiten für ADHS-Diagnostik belaufen sich derzeit auf ca. 2-4 Wochen. Eine Diagnostik beinhaltet jedoch nicht die Option auf eine anschließende Verhaltenstherapie bei mir. Vor Vergabe eines Diagnostiktermins benötige ich von Ihnen per Mail die Zustimmung zu der von mir definierten Honorarabrechnung.

Soweit ich im Erstgespräch eine therapierelevante Problematik feststelle, wird Ihre Privatversicherung und ggfs. Beihilfe die Kosten für eine Therapie übernehmen.

Soweit ich einen Erstgesprächstermin anbiete, steht danach auch ein Therapieplatz zur Verfügung.  Nach dem Erstgespräch sende ich Ihnen meinen Anamnesebogen zu, den Sie mir dann in einer zu vereinbarenden Zeitspanne bearbeitet zurück senden. Erst nach Rückerhalt des Bogens kann die Therapie beginnen.

Die ersten Sitzungen – maximal fünf – nach dem Erstgespräch werden die „Probesitzungen“ genannt. Sie dienen dazu, eine vorläufige Diagnose zu ermitteln und Therapieziele zu formulieren. Des Weiteren nutzen wir sie, uns gegenseitig kennen zu lernen um festzustellen, ob wir miteinander arbeiten können. Jede/r von uns hat das Recht, die Zusammenarbeit für nicht denkbar zu erklären. Spätestens nach diesen Sitzungen, die aus erwähntem Grunde von jeder Privatversicherung sowie den Beihilfen erstattet werden, sollten wir die Entscheidung für eine Weiterarbeit treffen. Auf diese Weise lassen sich spätere Therapieabbrüche mit hoher Wahrscheinlichkeit vermeiden.

Im nächsten Schritt stellen Sie und ich je einen Antrag auf Verhaltenstherapie an den jeweiligen Versicherungsträger. Da die Bedingungen unterschiedlicher Privatversicherungen sich in einigen Punkten bezüglich des Antragsverfahrens unterscheiden, müssen diese mündlich besprochen werden.

Sollte ein größerer Behandlungsumfang notwendig sein, wird eine Langzeittherapie beantragt. Die Entscheidung über die Kostenübernahme erfolgt auf der Grundlage der Stellungnahme eines Gutachters anhand eines anonymisierten schriftlichen Berichts des behandelnden Psychotherapeuten.

Rahmenbedingungen für Psychotherapie sind: wöchentliche oder 14-tägige Sitzungen zu einem festgelegtem Zeitpunkt. Sie erhalten bei mir einen festen „Therapieplatz“ immer am gleichen Wochentag und zur gleichen Uhrzeit. Eine Therapiestunde dauert 50 Minuten. Konnte die Stunde durch Verspätung Ihrerseits nicht pünktlich begonnen werden, endet sie dennoch wie üblich.

In der Verhaltenstherapie werden regelmäßig in unterschiedlichem Umfang Hausaufgaben aufgegeben, die teilweise auch schriftlich niedergelegt werden sollen. Sie sollten bereit sein, bis zu einer Stunde pro Tag für die Therapie aufzuwenden. Ein wesentlicher Teil der Therapie findet nämlich zwischen den Sitzungen statt.
Sie unterstützen also Ihren Therapiefortschritt, indem Sie die Hausaufgaben wie besprochen erledigen.
Dabei werden wir beide darauf achten, das Sie nicht überfordert werden.

Es kann vorkommen, dass wir Bezugspersonen aus Ihrem Umfeld als „ Assistenten“ benötigen. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, Bezugspersonen zeitweise in die Therapie mit einzubeziehen. Dies ist jedoch nur in Absprache mit Ihnen möglich.

Sie erleichtern unsere gemeinsame Arbeit, indem Sie sich bemühen, die Therapiesitzungen pünktlich und regelmäßig einzuhalten.

Über Ausfallstunden werden wir eine gesonderte „Arbeitsvereinbarung“ treffen. Darin wird u.a. geregelt, dass Therapiestunden, die Sie nicht mindestens 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin absagen (können), ihnen persönlich in Rechnung gestellt werden. Die Höhe des Ausfallhonorars lege ich individuell fest.